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Ralf Witthaus - Die Welt

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Zur Eröffnung am Fr., den 27. Januar 2012 von 18 bis 22 Uhr sind Sie und Ihre Freunde herzlich eingeladen.

Ausstellungsdauer: 28. 01. bis 17. 03. 2012
Öffnungszeiten: Di - Fr 14 – 18 Uhr, Sa von 12 – 16 Uhr
Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind nach Vereinbarung möglich.

> Auskunft + Anfahrtsplan

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Bei der Beschäftigung mit Ralf Witthaus Rasenmäherzeichnungen wird Eines ganz besonders deutlich: Die Bedeutungsdimension der Grünflächen unserer Städte wird weitläufig falsch eingeschätzt. Verklärt entweder zum Auslaufgehege der Hundebesitzer oder zur Sportstätte wird ihnen in unserem Bewusstsein nur selten jene umfassendere und exklusive Rolle zuteil, die ihnen wesentlich innewohnt: Sie sind inmitten einer individualistischen Ansammlung hunderttausender Mietswohnungen unser Gemeinschaftsraum - ein Raum frei von Eigentum und spezifischem Zweck, und dadurch ein Raum der offenen Konfrontation und Kommunikation. Wenn Ralf Witthaus mit dem Rasentrimmer in diesen Raum eingreift, nutzt er deshalb neben dem Rasen auch die individuellen Nutzungsspektren einzelner Stadtbewohner und die Schnittmengen zwischen diesen als Oberfläche. Er schreibt in sie ein, verändert sie und wird somit zum Stifter einer Reflektion über unser eigenes Verhältnis zur Geschichte und Gegenwart der öffentlichen Räume.

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  Matthias Beckmann
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Dieser im weitesten Sinne sozialanthropologische Zugang zur Kunst ist in Witthaus Werk auch abseits der Rasenmäherzeichnungen präsent. Schon 2001 entwickelte er mit „Witthaus Tierwelt“ eine Zeichensprache deren Vermittlungsfähigkeiten sich nicht an eine Verstandestätigkeit sondern an einen ursprünglicheren, intuitiven Zugang richteten. Daran anschließend entstand aus einer intensiven Auseinandersetzung mit frühgeschichtlichen Schriftsystemen heraus in den letzten Jahren eine Werkgruppe, die über einen fließenden Prozess in einer unzähligen Ansammlung abstrakter Zeichen mündete. Die konzeptuelle Arbeit im öffentlichen Raum und die analytische Arbeit in der Zeichnung finden bei Ralf Witthaus in einer zentralen Eigenschaft zusammen: In gleicher Weise wie die städtische Grünfläche durch die freie Nutzung zum Soziotop wird, ist die Schrift für Witthaus eine Welt in der wir uns frei bewegen können und in der er neue Impulse setzen kann.

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  Matthias Beckmann
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Matthias Beckmann

Die Emmanuel Walderdorff Galerie widmet Ralf Witthaus ab dem 28. Januar eine Einzelausstellung, die einerseits durch die Präsentation der Arbeiten aus der jüngeren Vergangenheit einen Einblick in die Genese hin zu einer ausgereiften konzeptuellen Basis geben soll, und andererseits einen Blick in die Zukunft wagen möchte. Im Sommer 2010 gipfelte Ralf Witthaus Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum in der Bundesrasenschau. Mit einer gigantischen zusammenhängenden Zeichnung umspannte er über die Rasenflächen des Inneren Grüngürtels die Kölner Innenstadt und erweckte damit ein verloren gegangenes Bewusstsein für die einzigartige Parkstruktur dieser Stadt.
In einem nächsten Zug soll sich die Idee von der örtlichen Gebundenheit emanzipieren. Als erstes Projekt der „Internationalen Rasenschau“ wird ein uraltes Gedankenspiel verwirklicht: Durch die Zeichnung in der Landschaft entsteht ein Bohrloch, das uns mit unserem geographischen Oppositen Neuseeland in direkte Verbindung treten lässt. Witthaus belebt damit nicht nur einen alten Traum sondern reflektiert damit auch sein eigenes Arbeitsmedium: In der Realisierung eines Bohrlochs nach Neuseeland manifestiert sich eine Kraft die der Rasenmäherzeichnung genuin zueigen ist.

Neben Fotografien, Editionen und Collagen rund um die Bundes- und die Internationale Rasenschau und der Schriftzeichen-Gruppe werden in der Galerie auch ältere Arbeiten auf Buchdeckel zu sehen sein. Auch dieses Medium nutzte Witthaus schon in der Vergangenheit, um sich sowohl zeichnerisch als auch malerisch der Frage anzunähern wo die Gesellschaft steht - auch hier, wie es sich als Konstante durch sein Werk zieht - ganz nah am Menschen.

Julius Tambornino

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